Die Teufelskralle – Rheumalinderung aus der Kalahari

Spitze Triebe (Enterhaken) bohren sich schmerzhaft ins Fleisch,wer die violettfarbenen bis rosa Blüte des kriechenden Krauts Teufelskralle nach der Regenzeit (März, April) in südafrikanischer Sandwüste berührt. Ob bei Mensch oder Tier - Teufelskrallen-Wunden heilen langsam! Arzneipräparate oder Kräutertee aus der Knolle (Sekundärwurzel) der Teufelskralle werden qualifiziert zur Entzündungshemmung, als Schmerz- und Rheumatherapeutika eingesetzt. Gesundheitsfördernde Wirkung wird optimal nach maximal vier Wochen Dauer erzielt. Heilende Wirkung entfaltet Teufelskrallenwurzelextrakt als Tee oder in Form von Arzneimitteln als Tabletten, Salbe oder Tinktur. Von Vorteil ist, dass ihre Anwendung ohne Nebenwirkungen bei Patienten verlaufen. Nur zur akuten Behandlung sind Arzneimittel aus dem Teufelskrallenextrakt nicht geeignet.

Von der famosen Heilkraft der Teufelskrallenknolle erfuhr der deutsche Soldat und Farmer G. H. Mehnert zu Anfang des 20. Jahrhunderts von Ureinwohnern der Kalahari. Aufgezeichnetes Wissen des Medizinkults um Teufelskralleningredienzien führte in den 1930er-Jahren zur pharmazeutischen Erforschung durch O. H. Volk. Hohe Nachfrage nach der namibischen Heilpflanze, vorallem aus den USA und Europa, führte zur rapiden Dezimierung der wild wachsenden Sammelbestände. Exterritorriale Anbauversuche außerhalb der Kalahariregion scheiterten an Fortplanzung gefährdender Vegetation. Kultivierter Anbau des Pharmazieattraktion Teufelkralle in der Kalahariregion, seit einigen Jahren unter Artenschutz, führte zur Qualitätssteigerung des Hapagosids, des Hauptinhaltsstoffs der Teufelskrallenwurzel.